
Der DAX durchbrach im vergangenen Monat die mittel- bis langfristige Aufwärtstrendlinie dynamisch nach unten und bildete ein erstes Tief bei ca. 5650 Punkten aus. Hierauf folgte eine regelrechte Kaufpanik, die den Index wiederum in den Bereich der letzten Hochs trieb, welche sich bei ca. 6300 Punkten befinden. Es folgte jedoch ein neuerlicher Abverkauf, der neue Tiefs bei ca. 5600 Punkten zur Folge hatte. Von dieser Abwärtsbewegung konnte sich der DAX in den letzten Tagen wieder bis an die 6100er-Marke heranarbeiten. Insgesamt kann gesagt werden, dass der vergangene Monat äußerst volatil verlaufen ist, was auch an der Größe der einzelnen Wochenkerzen ersichtlich wird. In der vergangenen Analyse waren wir von einer Konsolidierung bis in den Bereich der 5760er-Marke ausgegangen. Dieses Ziel wurde unterboten, jedoch kam es kurz darauf zu einer vorübergehenden Bodenbildung im Bereich der 5600 Punkte. Die oben beschriebene Trendlinie wurde zwar gebrochen, der übergeordnete Aufwärtstrend muss derzeit allerdings weiter als intakt angesehen werden. Solange das letzte Verlaufstief bei ca. 5400 Punkten nicht unterboten wird, kann sich an dieser Einschätzung kaum etwas ändern. Als Signalgeber für die weitere Entwicklung könnte die Begrenzung der volatilen Range dienen, die der Index in den vergangenen Wochen ausbildete. Ein Bruch der 5600er-Marke würde das Chartbild eintrüben und auch ein weiterer Abverkauf bis in den Bereich der 5400er-Marke dürfte angenommen werden. Um das übergeordnet noch positive Bild aufrecht zu erhalten sollte der Index im kommenden Monat allerdings zumindest die 6100er-Linie aus dem Markt nehmen. Im Sinne einer Trendfortsetzung wäre mittelfristig die Ausbildung eines neuen Jahreshochs jenseits der 6300 Punkte als obligatorisch anzusehen.



DAX Chartanalyse Monatsausgabe Juni